Lesevirus

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30 Days of Night

30 Days of Night

Die von Autor Steve Niles und Zeichner Ben Templesmith erfundene Comicreihe 30 Days of Night erfeut sich innerhalb der Szene größter Beliebtheit. Die mehrteilige Storyline über Vampire und das kleine Kaff Barrow in Alaska zieht viele Fans an und die erste Geschichte wurde sogar samt Hollywoodstar Josh Hartnett verfilmt.
Das Kaff Barrow, Alaska bereitet sich auf eine 30 Tage lang andauernde Dunkelheit vor, die Polarnacht. Für die Leute, die dort leben ist dies mittlerweile Routine, da dies jeden Winter passiert. Im Sommer hat man dafür 30 Tage lang durchgehend Sonne. Das Polizistenehepaar Sheriff Eben und Stella Oleson finden in einem Loch verbannte Handys. Die Bürger haben diese schon seit Tagen vermisst. Eben entschließt sich dazu, den Bürgern die Wahrheit über den Verbleib ihrer Telefone zu sagen, da er davon ausgeht, dass der Dieb sich vielleicht verplappert, wenn alle darüber reden. Stella kann ihren Mann dazu überreden nach einem kurzen Abstecher im Kraftwerk den letzten für 30 Tage zu sehen. In New Orleans klopft der Drogensüchtige George an eine Tür, die ihm von einem großen Schwarzen, Taylor, aufgemacht wird, der ihn mürrisch hereinbittet. George will zu Taylors Mutter, da er die E-Mails hat, die er für sie beschaffen sollte. Es wird nicht deutlich, wer genau die Absender sind, doch wird von Barrow gesprochen und das ungefähr 20 Mann kommen werden. Stella und Eben gucken sich den letzten Sonnenuntergang an. In der Stadt selber gibt es ein kleines Restaurant, Ikos Dinner. Ein Fremder taucht auf und scheint Stress zu machen, denn Eben wird zu Ikos Dinner gerufen. Dort sitzt eine dunkle Gestalt an der Bar, der Kellner sagt, dass er Whisky und eine Schüssel mit rohem Fleisch bestellt habe. Der Fremde droht Eben, woraufhin der ihn mit auf die Wache nimmt und in eine Zelle einsperrt. Das Kraftwerk der Stadt scheint Probleme zu machen. Als ein Angestellter nachsehen will stehen hinter ihm ein paar dunkle Gestalten, die den Mann angreifen und töten.
In der Zelle behauptet der sonderbare Fremde, dass bald etwas kommen wird und nichts sie aufhalten könne. Der Fremde fordert Stella auf mal in seine Zelle zu kommen, seine Frau muss Eben beruhig, damit er nicht die Beherrschung verliert. Der Gefangene biegt einfach die Gitterstäbe seiner Zelle auseinander und verlässt die Zelle. Eden bleibt nichts anderes übrig als den Gefangenen mit einem Schuss in den Kopf zu töten. Die beiden werden zum Kraftwerk gerufen, welches total zerstört ist als sie dort eintreffen. Den abgetrennten Kopf des Angestellten finden sie auf einem Stock aufgespießt vor ihnen wieder. Später sieht Eben durch das Fernglas in die Nacht hinaus und sieht Bewegungen in der Dunkelheit. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine Gruppe von Personen hält. Als diese näher kommen erkennen die beiden, dass es sich um gruselige Gestallten handelt. Ihre Haut ist eher grau und sie haben ganz scharfe Zähne. Stelle und Eben flüchten vor den Fremden, welche sie gehen lassen. Ein glatzköpfiger Mann sagt, dass Blut eh viel süßer schmecke, wenn man es jagt. Damit beginnt der Angriff der Vampire. Ein Mann wird durch das Fenster von außen aus dem Haus gezogen und getötet. Anderen ergeht es ähnlich. Die Fremden stürmen durch Barrows Straßen und töten die Einwohner. Die, die versuchen zu fliehen werden auch von den Vampiren getötet. Es scheint kein Entkommen für die Bewohner Barrows zu geben. Da die Vampire dafür sorgten, dass es keine Energieversorgung oder Kommunikationsmöglichkeiten für die Stadt mehr gibt, haben sie recht freie Bahn und niemand außerhalb der Stadt bekommt etwas von dem Massaker mit. Zusammen mit ein paar anderen Überlebenden haben sich die Olesons in einem Keller versteckt. Sie konnten die Vampire nicht erschießen oder anders töten. Stella wundert sich warum Eben dann den Häftling erschießen konnte. Eben vermutet, dass es sich nur um einen Gehilfen handelte und niemanden von ihnen. Das Wort „Vampir“ nimmt niemand in den Mund. In New Orleans beauftragt Taylors Mutter ihren Sohn damit mit einem Flugzeug Bilder von Barrow zu machen um den Beweis für Vampire endlich zu erbringen. Er trifft sich in mit einem Mann, der ihm sein Flugzeug vermietet. Taylor präpariert die Maschine mit seiner Kamera und fliegt los. Eben läuft durch die Stadt und versucht Vorräte für die Menschen zu sammeln. Dabei trifft er auf einen dicken Vampir im Anzug, der ihm sagt, dass seine Geruchssinne bei dieser Kälte nicht richtig funktionieren würden. In seiner Verzweiflung schießt der Sheriff dem Vampir in den Kopf, was ihn aber nur kurz aufhält und schon gar nicht tötet. Eben läuft weg und trifft auf ein kleines Vampirmädchen, dass mit ihm spielen möchte. In ihren Händen hält sie eine ausgesaugte Leiche. Zurück im Keller, wo sich alle verstecken, erzählt Eben von seiner Begegnung mit dem Vampir und was er herausgefunden hat. Dies lässt wieder Hoffnung bei den Überlebenden aufkeimen. Von draußen hören sie Applaus toben.
Vincente, der Herrscher über die Vampire, ist eingetroffen. Marlow, der glatzköpfige Vampir, erzählt seinem Gebieter, welch tollen Ort er für sie und ihre Jagd gefunden habe. Vincente ist gar nicht begeistert über Marlows Vorgehen, da so die Existenz der Vampire enthüllt werden könne. Er tötet Marlow und ordnet an, dass man die Stadt niederbrennen soll um Spuren zu verwischen. Einer der Bewohner hat einen Kratzer von einem Vampir davongetragen. Er scheint krank zu werden und verwandelt sich tatsächlich in einen Vampir. Eben muss den Mann töten um sich und die anderen zu retten. Der Leiche entnimmt er etwas Blut.
Taylor ist derweil mit dem Flugzeug über Barrow und filmt die Situation. Die Vampire bemerken ihn und einer springt hoch zu ihm und bringt die Maschine zum Absturz. Die Kamera sendete ihre Bilder aber live an Taylors Mutter, so dass es doch einen Beweis für die Existenz der Vampire gibt. Um seine Frau und seine Stadt zu retten verabreicht sich Eben das Vampirblut. Er verwandelt sich schnell in einen Vampir, nur durch seine Selbstkontrolle schafft er es seine Freunde nicht anzugreifen. Er geht aus dem Keller und stellt sich den anderen Vampiren. Diese lachen erst über ihn als er sie angreift. Doch gelingt es Eben Vincente zu töten indem er ihm den Kopf abreißt. Nun legt er sich mit den anderen Vampiren an und schafft es auch diese zu töten.
Die Stadt ist von den Vampiren befreit. Eben will aber nicht als Vampir leben, so beschließt er zusammen mit Stella sich einfach auf einen Hügel zu setzen und zu warten, dass sie Sonne aufgeht. Die beiden küssen sich ein letztes Mal und Eben zerfällt zu Staub als die Sonnenstrahlen ihn treffen.

30 Days of Night besticht nicht nur durch seine gute Story, sondern auch durch die klasse Zeichnungen von Templesmith, die alles andere als gewöhnlich sind. Durch die düstere und kunstvolle Zeichentechnik wird hin und wieder sogar ein gewisser 3-D-Effekt hervorgerufen. Alleine dafür würde sich schon Anschaffung des ersten Bandes der 30 Days of Night-Saga reichen. Zusammen mit der packenden Storyline ist dies der perfekte Horror-Comic.


Text © by Sebastian Berning